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Zweitligist Hannover 96 holt den Cup

In der Saison 1991/92 holt mit Hannover 96 ein Zweitligist den DFB-Pokal. Torhüter Jörg Sievers macht sich unsterblich im Finale.

„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ – in keinem anderen Jahrzehnt traf dies mehr zu als in den 1990er Jahren. Den Beginn machte Hannover 96, das genau 38 Jahre nach dem Gewinn seiner zweiten deutschen Meisterschaft als Zweitligist den DFB-Pokal gewann.

Da sich aufgrund der deutschen Wiedervereinigung und der damit verbundenen Umstrukturierung von Bundesliga und Pokalwettbewerb 92 Vereine für die Hauptrunde des DFB-Pokals qualifizieren konnten, nahmen alle 20 Erstligaklubs sowie 20 Amateurmannschaften an der ersten Pokalrunde nicht teil. Hannover 96, das als Zweitligamannschaft bereits an dieser ersten Pokalrunde teilnehmen musste, löste seine Aufgabe souverän und kehrte mit einem 7:0-Sieg über den Berliner Verbandsligisten NSC Marathon 1902 Berlin nach Hause zurück. Auch die zweite Runde, in der man beim Bundesligisten VfL Bochum antreten musste, war kein Problem für die 96er, und man gewann mit 3:2 (3:2).

Der Weg ins Halbfinale

Doch beim nächsten Gegner schien das Pokal-Aus vorprogrammiert: Borussia Dortmund wartete im Westfalenstadion. Nicht einmal 15.000 Zuschauer wollten das Spiel sehen, zu klar verteilt erschienen die Kräfteverhältnisse. Und tatsächlich, schon zur Pause führte Dortmund mit 2:0. Auch in der zweiten Halbzeit war lange keine Wende in Sicht. Doch Hannover kämpfte unermüdlich weiter, und dieser Kampf sollte belohnt werden: Patrick Grün (73.), André Breitenreiter (82.) und Jörg-Uwe Klütz (89.) trafen zum 3:2-Endstand.

Weniger Mühe hatte Hannover dagegen in den nächsten beiden Spielen gegen Bayer 05 Uerdingen und den Bundesligisten Karlsruher SC, die beide im heimischen Niedersachsenstadion ausgetragen wurden, wo jeweils ein einziges Tor zum Weiterkommen ausreichte.

Halbfinale gegen Werder

Zum ersten Mal hatten die 96er das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht, wo mit Werder Bremen kein Geringerer als der amtierende Pokalsieger nach Hannover kam. Das Spiel vor 57.000 Zuschauern hatte an Spannung alles zu bieten, nur eines nicht: Tore. Dann endlich, in der 6. Minute der Verlängerung, schob Michael Koch mit einem fulminanten Flachschuss für die Gastgeber zum 1:0 ein. Doch die Führung hatte nur 10 Minuten Bestand, und die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen. Zum Helden der Partie wurde hier Torwart Jörg Sievers, der erst selbst den entscheidenden Elfmeter verwandelte und dann den letzten Schuss der Bremer abwehrte.

Im Finale wird Jörg Sievers zum Helden

Und auch das Finale gegen Borussia Mönchengladbach konnte erst im Elfmeterschießen entschieden werden. Im Duell der Torleute siegte wiederum Hannovers Sievers, der zweimal hielt, während Uwe Kamps, der im Halbfinale noch alle vier Elfmeter von Bayer Leverkusen gehalten hatte, diesmal nur ein einziges Mal retten konnte. Das Spiel endete mit 4:3, und Hannover hatte seinen ersten DFB-Pokal gewonnen.

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