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SC Paderborn – HSV: Sensation und Skandal

In der Saison 2004/2005 besiegte der SC Paderborn sensationell den Hamburger SV. Doch aus der Sensation wurde später durch den Manipulationsskandal um den Schiedsrichter Robert Hoyzer überschattet.

Auch der DFB-Pokal in der Saison 2004/05 sollte so manche Überraschung mit sich bringen. Die erste davon gab es bereits in der ersten Runde am 21. August 2004 im Hermann-Löns-Stadion. Als es am Ende der Partie SC Paderborn – Hamburger SV 4:2 hieß, sprach man zunächst von einer der üblichen Pokalüberraschungen, wobei die Fehlleistungen des Schiedsrichters Robert Hoyzer - zwei umstrittene Strafstöße für Paderborn und ein ebenso umstrittener Platzverweis gegen den Hamburger Emile Mpenza - niemandem verborgen geblieben waren. Dass es sich aber um bewusste Manipulationen des „Unparteiischen“ gehandelt hatte, wurde erst wesentlich später bekannt.

Erste Ermittlungen gegen Hoyzer hinsichtlich etwaiger Spielmanipulationen gab es im Januar 2005, als sich mehrere Schiedsrichter deshalb an den DFB gewendet hatten. Im Fokus der Ermittlungen standen insgesamt elf von Hoyzer geleitete Partien aus DFB-Pokal, 2. Bundesliga und Oberliga Nord, von denen die Zweitliga-Partie LR Ahlen – Wacker Burghausen (1:0) wiederholt wurde (1:3).

Hoyzer, der intensive Kontakte zur kroatischen Wettmafia gehabt hatte, wurde im November 2005 zu zwei Jahren und fünf Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Im Mai 2007 trat er seine Haftstrafe an.

Das Pokalspiel zwischen Paderborn und dem HSV wurde nicht wiederholt, da bei Bekanntwerden der Manipulationen bereits zwei weitere Runden des Wettbewerbs ausgespielt worden waren. Der HSV bekam stattdessen als Entschädigung 500.000 Euro und die Zuschauereinnahmen in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft in der AOL-Arena. Die Paderborner besiegten in der 2. Pokalrunde den MSV Duisburg mit 2:1, bevor sie im DFB-Pokal Achtelfinale mit 3.6 (2:2) im Elfmeterschießen am SC Freiburg scheiterten.

Der Wettskandal der Saison 2004/05 war der größte Skandal im deutschen Fußball seit dem Bundesliga-Skandal von 1970/71, als sich Spieler, Trainer und Funktionäre an den Manipulationen zahlreicher Spiele beteiligt hatten.

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